Tuesday, December 13, 2011

Ab mit dem Zug

In diesem schneelosen Spätherbst waren wir ziemlich viel unterwegs, und zwar mit dem Zug. Da wir eine ÖBB Vorteilscard besitzen und ab und zu das eine odere andere Angebot finden ist diese Art des Reisen insgesamt auch günstig, auch bei zwei Reisendern. Ob es ein Auto in gewissen Fällen eine bessere Wahl wäre lässt sich diskutieren, sicher ist es, dass in vielen Fällen das Reisen mit dem Zug einen eigentlichen Vorteil darstellt.

Am ersten Dezember Wochenende waren wir kurz in Kitzbühel, aus Linz über Salzburg erreicht, nach einer Geschäftreise. Die renommierte Wintersport-Stadt in den Tiroler Alpen war zu dieser Zeit, ohne Schnee und trotz Weihnachtsmarktes, ziemlich touristenarm. Einige fruchtlose Versuche, wenigstens eine Babypiste vorzubereiten hatten nur die hellgrünen Wiesen mit weißen Flächen gepunktet. Die Natur gewinnt ja noch, in den meisten Fällen über Geld und Investitionen.

Am nächsten verlängerten Wochenende sind wir in Richtung Baden-Württemberg gefahren, und zwar in den Schwarzwald. Ausschlaggebend war auch die Tatsache dass man ja von Lindau bis dahin nur ein Zugticket braucht, nämlich das Baden-Württemberg-Ticket, welches für 29 Euro 2 bis 5 Personen einen ganzen Tag herumbringt. Elegant und günstig wenn auch nicht extrem schnell. Nach 4-5 Stunden (und sogar 4-5 Umsteigen) sind wir also in Hinterzarten "gelandet", welcher im Hochschwarzwald liegt, dem Gebiet mit den höchsten Bergen des Schwarzwaldes. Hier wohnen wir bei der Pension-Bäckerei Unmüßig, welches ein Erlebnis von sich selbst ist, der Duft von frisch gebackenem Brot in der Früh bis ins Zimmer kommend, Voraussage eines leckeren Frühstückes im Café unten. 900 Meter Höhe sind heuer jedoch nicht ausreichend, um am 8. Dezember Schnee zu bekommen. Geregnet hat es fast die ganze Zeit, bis in die Höhe des Feldberges. Freiburg ist bei dem Wetter der richtige Tagesausflug gewesen, sicherlich ist die Stadt einen Besuch wert. So ist das neu eröffnete Bade-Paradies am Titisee, wo aber die Anzahl (echter) Palmen die von Wasserbecken deutlich überwiegt. Am nächsten Tag hat es dann endlich etwas geschneit und bei 10 cm Neuschnee haben die Skianlagen am Feldberg für die Saison eröffnet. Nahgelegener Bärental-Bahnhof zählt zum höchstgelegenen Bahnhof Deutschlands, von dort sind wir dann über Freiburg nach Basel gefahren. In der großen Stadt (so sieht undeutlich Basel aus wenn man in Vorarlberg lebt) haben wir eine Stunde Zeit gehabt und sind ein bisschen herumgelaufen, bevor wir uns auf dem Weg nach Lindau und Vorarlberg machten.
Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht im Schwarzwald

Am höchstgelegenen Bahnhof Deutschlands

Neues Wochenende, noch keine Ruhe! Da wir Besucher aus Hongkong bekommen haben, machen wir einen neuen Ausflug, diesmal bringt uns der Railjet über den Arlberg nach Salzburg. Die Stadt sieht schön aus, mit den ganzen Leuchten des Weihnachtmarktes und auch ein bisschen Schnee lässt sich sehen. Die nächste Zugfahrt führt uns über München, wo wir etwas zwei Stunden verbringen, nach Füssen, Endstation einer sehr schönen Bahnstrecke, die in die Berge des Südbayerns hinfährt. Hier besuchen wir "aus Pflicht" das Schloß Neuschweinstein, luxuriöse Residenz des König Ludwigs II (wenn auch für kurze Zeit). Die Lebensgeschichte des Königs lockt etwas an, die sonst kaum gehörte Geschichte eines Königs, der in seiner oft als weltfremd beschriebenen Persönalität einige ganz moderne Idee und Visionen entwickelte. Bis zu seinem frühzeitigen Tod in einem bayerischen See, der seinem Sturz vom Thron folgte. Durch die schöne verschneite Landschaft kommen wir in Lindau an, wo es ebenfalls leicht schneit. Da ist eine Modellbahnausstellung zu sehen mit anschließend etwas zum essen. Als wir wieder in Vorarlberg sind entdecken wir den ersten Schnee, welcher am nächsten Morgen sehr schön auswirkt. Bei Minustemperaturen und einigem Wind verleiht er dem Bahnhof Klaus einen Anschein von Sibirien. (So ist auf jeden Fall der Eindruck) Der Winter hat endlich begonnen.

In München


Bahnhof Klaus in Vorarlberg am 11.12.2011 um 7 Uhr

Saturday, November 26, 2011

Einkaufen

Samstag ist oft Einkaufstag. Das mit Fahrrad zu erledigen bedeutet, dass man dabei auch ein bisschen Bewegung macht und bei schönem Wetter sogar eine schöne Tour. Für uns gehört eine 6-7 km Strecke über die Felder immer dazu, danach kann man sich entscheiden ob es etwas mehr oder weniger sein soll.

Praktisch ist es, die Lastfähigkeit des Rades durch einen Anhänger zu erweitern, wenn man große Einkäufe plant. Ich habe mir vor einiger Zeit den "Croozer Cargo" gekauft, der ist schnell einsetzbar wenn man ihn braucht und trägt wirklich eine Menge an verschiedene Sachen.


Fahrradtaschen machen den Rest, es ist aber nicht schlecht wenn sie nicht immer überfüllt sind. Die Taschen lassen sich übrigens wunderbar an einen Einkaufswagen befestigen, welches vielleicht von den Designers nicht vorgesehen war, passt aber super!


Die meisten Geschäfte sind ja heutzutage dafür gut ausgerüstet, um ein gemütliches Einkauferlebnis den Fahrradkunden bieten zu können ...


... so dass kein "Schnäppchen" verpasst werden kann!






Tuesday, November 22, 2011

Rutschig und nebelig. So sieht der Morgen aus. Irgendwie mystisch und gleichzeitig gemütlich, da der Nebel alles umfasst. Man muss sich halt nicht von dieser Ruhe entspannen lassen, denn jeder Meter der Fahrbahn muss beachtet werden, selbst wenn die Strecke schon so oft gefahren wurde, dass man fast jeden Meter kennt. Genau dort steckt die Gefahr...


Sunday, November 20, 2011

On the road again

 

Nachdem ich die letzten paar Monate gemütlich in einem 5 km Radius verbracht habe, bringt mich nun mein Job wieder nach Dornbirn, welches bedeutet, dass ich mit einer 20-25 km Pendelstrecke rechnen muss. Da ich nach wie vor kein Auto besitze müssen mein Fahrrad und das ausgezeichnete öffentliche Verkehrsnetz Vorarlbergs ausreichen, um mich durch den Winter herum zu bringen.

Im Sommer war es ein Genuss, den schönen Rheintal-Radweg in der Abendsonne zurückzulegen. Dieser Tag Mitte November scheint auf jeden Fall, nach mehreren Tagen tief im Nebel, eher versprechend.